
Leipzig – Chemnitz
Das Projekt
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Die Strecke Leipzig – Chemnitz gliedert sich in den Süd- und Nordabschnitt:
Projekt in Abschnitten
Südabschnitt (Geithain – Chemnitz)
Die Planungen für den rund 37 Kilometer langen Südabschnitt zwischen Geithain und Chemnitz schreiten weiter voran. Wichtige Vorarbeiten wurden bereits erfolgreich abgeschlossen. Dazu zählen die Vermessung der Gleise, Weichen, Brücken und Stützbauwerke sowie umfangreiche Baugrunduntersuchungen.
Die Ergebnisse dieser Untersuchungen bilden die Grundlage für die weitere Planung und den späteren zweigleisigen Ausbau der Strecke.
Auch die Finanzierung der Planungsleistungen ist gesichert: Die Deutsche Bahn und der Freistaat Sachsen haben die entsprechende Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet. Die Planung für den zweigeisigen Ausbau wird über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) finanziert, während die Planung der Elektrifizierung der Strecke aus dem Investitionsgesetz Kohleregion (InvKG) erfolgt.
Auch Nordabschnitt soll ausgebaut werden
Der rund 44 Kilometer lange Nordabschnitt zwischen Leipzig und Geithain wird elektrifiziert und auf weiten Teilen der Strecke zweigleisig ausgebaut. Die Finanzierung des Projekts erfolgt über das Investitionsgesetz Kohleregionen (InvKG).
Mit den Planungsleistungen für die Leistungsphasen 1 und 2 HOAI (Grundlagenermittlung und Vorplanung) wurde nach Vergabe der Planungsleistungen im Frühjahr 2026 begonnen. Zudem wurde zwischen März und April 2026 eine Machbarkeitsstudie erstellt.
Die Studie zeigt, wie sich der Infrastrukturausbau mit dem geplanten Betriebsprogramm unter Berücksichtigung des gedeckelten Projektbudgets realisieren lässt. Im Ergebnis dieser Studie ist der zweigleisige Ausbau an Abschnitten notwendig, wo Zugbegegnungen stattfinden müssen und zusätzliche Infrastruktur für einen dichteren sowie stabileren Fahrplan erforderlich ist.
Mit diesem Ausbaukonzept kann das angestrebte Verkehrsangebot umgesetzt werden: Der Regionalexpress RE 6 soll in den Hauptverkehrszeiten zwischen 6 und 8 Uhr sowie zwischen 15 und 18 Uhr im Halbstundentakt verkehren. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Stundentakt vorgesehen.
Als nächste Schritte stehen für den Nordabschnitt die Baugrund- und Umweltuntersuchungen an.
Wozu dient der Ausbau der Strecke?
Die Bahnstrecke zwischen Leipzig und Chemnitz wird umfassend ausgebaut und elektrifiziert. Ziel des Projekts ist es, den Schienenverkehr attraktiver zu machen und mehr Verkehr auf die klimafreundliche Bahn zu verlagern.
Künftig sollen elektrisch betriebene Züge in einem dichteren Takt verkehren. Reisende profitieren von kürzeren Fahrzeiten sowie einer besseren Anbindung an den Bahnknoten Leipzig mit zahlreichen Umsteigemöglichkeiten zum Fernverkehr. Gleichzeitig leistet die Elektrifizierung einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: Durch den Einsatz elektrischer Züge können jährlich mehr als 9.500 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Die Strecke verbindet zwei der größten Städte Sachsens. Im Rahmen des Ausbaus werden entlang der gesamten Strecke zahlreiche Haltepunkte und Bahnhöfe modernisiert. Darüber hinaus werden Eisenbahn- und Straßenüberführungen, Durchlässe sowie Bahnübergänge erneuert oder an die künftigen Anforderungen angepasst.
Mit dem zweigleisigen Ausbau und der Elektrifizierung wird die Leistungsfähigkeit der Strecke deutlich erhöht. Dadurch entsteht zusätzliche Kapazität für einen dichteren Regionalverkehr und perspektivisch auch für Züge des Fernverkehrs.
Der Ausbau der Eisenbahninfrastruktur zwischen Leipzig – Chemnitz ist in zwei Projektabschnitte gegliedert:
- Nordabschnitt: Leipzig – Geithain (Strecke 6366)
- Südabschnitt: Geithain – Chemnitz (anteilig Strecke 6385).
Die Planungen für die beiden Projektabschnitte befinden sich in unterschiedlichen Leistungsphasen. Während für den Südabschnitt sukzessive die Genehmigungsplanungen zur Erlangung von Baurecht beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht werden, startete der Nordabschnitt mit der Erstellung der Vorentwurfsplanung.
Geschichte der Strecke
Die Bahnstrecke zwischen Leipzig und Chemnitz verbindet heute zwei der größten Städte Sachsens. Bis zu ihrer Eröffnung war jedoch keine direkte Bahnverbindung vorhanden – Reisende mussten einen Umweg über Riesa in Kauf nehmen.
Bereits in den 1850er Jahren entstand der Wunsch nach einer direkten Verbindung zwischen Leipzig und Chemnitz. Nach intensiven Diskussionen fiel die Entscheidung zugunsten einer Streckenführung über Borna, Geithain und Burgstädt. Der Bau, der heutigen Strecke 6385, begann im Jahr 1869. Dabei entstanden unter anderem die markanten Viadukte bei Göhren, Burgstädt und Chemnitz. Am 8. April 1872 wurde die Strecke 6385 schließlich eröffnet. Die Bahnstrecke 6366 verläuft von Leipzig Hbf über Bad Lausick nach Geithain. Der Bau wurde 1885 beschlossen und die Strecke am 30. April 1887 feierlich eröffnet. Ab diesem Zeitpunkt war der Zugverkehr von Leipzig -Bad Lausick-Geithain-Chemnitz möglich.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Hauptgleise in den Bahnhöfen und in Teilen von Leipzig Hauptbahnhof bis Liebertwolkwitz als Reparationsleistung zurückgebaut. In den folgenden Jahren erfolgte in einzelnen Abschnitten der Wiederaufbau. Ein weiterer Meilenstein war die Aufnahme des elektrischen Zugbetriebs zwischen Neukieritzsch und Borna im Jahr 1962.
Zwischen 2004 und 2006 wurde die Strecke umfassend modernisiert. Rund 100 Millionen Euro flossen in die Erneuerung der Infrastruktur. Im Sommer 2010 folgte die Elektrifizierung der Teilstrecke zwischen Borna und Geithain. Seitdem ist dieser Abschnitt in das Netz der S-Bahn Mitteldeutschland integriert und wird von der Linie S3 bedient.
Mit dem geplanten weiteren Ausbau und der Elektrifizierung der Strecke zwischen Leipzig und Chemnitz wird die Infrastruktur fit für die Zukunft gemacht. Der überwiegende zweigleisige Ausbau schafft die Voraussetzungen für einen leistungsfähigen, zuverlässigen und klimafreundlichen Regional- und Fernverkehr.

Streckenübersicht vor dem 2. Weltkrieg, 17,2 Kilometer Zweigleisigkeit
Ziele des Umbaus
Mit dem Ausbau und der Elektrifizierung der Strecke zwischen Leipzig und Chemnitz werden die Voraussetzungen für einen leistungsfähigen, klimafreundlichen und zukunftsfähigen Schienenverkehr geschaffen. Die wichtigsten Ziele im Überblick:
Mehr Kapazität
Der überwiegend zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung schaffen mehr Kapazität und verbessern die Betriebsqualität.
Klimaschutz
Durch den Einsatz elektrisch betriebener Züge können jährlich rund 9.560 Tonnen CO₂ eingespart werden. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Kürzere Reisezeiten
Der Ausbau ermöglicht schnellere Verbindungen und verkürzt die Reisezeit zwischen Leipzig und Chemnitz auf unter 1 Stunde nach dem erfolgten Ausbau beider Projektabschnitte.
Attraktiver Nahverkehr
Künftig soll der Regionalexpress zwischen Leipzig und Chemnitz in den Hauptverkehrszeiten im Halbstundentakt verkehren und damit ein deutlich besseres Nahverkehrsangebot bieten.
Langfristige Fernverkehrsanbindung
Der Ausbau schafft die Voraussetzungen für eine langfristige Anbindung der Stadt Chemnitz an den Fernverkehr.
Bessere Erreichbarkeit der Region
Die Gemeinden entlang der Strecke profitieren von einer besseren Anbindung an den Schienenverkehr und einer höheren Angebotsqualität.
Barrierefreie Bahnhöfe
Bahnhöfe und Haltepunkte werden teilweise modernisiert und barrierefrei ausgebaut.
Ausbau und Elektrifizierung der Strecke Leipzig–Chemnitz
Die rund 81 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Leipzig und Chemnitz wird umfassend ausgebaut und elektrifiziert. Ziel des Projekts ist es, die Leistungsfähigkeit der Strecke zu erhöhen und die Voraussetzungen für einen modernen, attraktiven und zuverlässigen Schienenverkehr zu schaffen.
Dafür werden entlang der gesamten Strecke umfangreiche Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen der Aus- und Neubau von Gleisanlagen, die Errichtung einer Oberleitungsanlage für den elektrischen Zugbetrieb sowie die Modernisierung und Anpassung von Bahnhöfen und Haltepunkten.
Auch zahlreiche Ingenieurbauwerke wie Brücken, Stützbauwerke und Bahnübergänge werden erneuert oder an die künftigen Anforderungen angepasst. Darüber hinaus wird die Leit- und Sicherungstechnik modernisiert und die technische Ausstattung der Strecke auf den zukünftigen Betrieb vorbereitet.
Projekte im Dialog
Mit der Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie für den Ausbau der Strecke Leipzig–Chemnitz ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die Studie bildet die Grundlage für die weiteren Planungsschritte. Die Strecke hat eine hohe Bedeutung für die Region sowie für den Freistaat Sachsen und stößt auf großes öffentliches Interesse.
Ein offener und transparenter Dialog ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie dienen als Basis für den Austausch mit Politik, Kommunen, Verbänden und der Öffentlichkeit.
Ein wichtiger Schritt in diesem Dialog war der Round Table am 16. Juni 2026 in Chemnitz. Dort stellte die DB InfraGO AG die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung sowie weiteren regionalen Akteuren vor.

Aktuelles
Einschränkungen
Während der Arbeiten sind Einschränkungen im Zugverkehr möglich. Weitere Informationen werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Bahnbau + Umwelt
Die Elektrifizierung der Strecke Leipzig – Chemnitz leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele. Die Elektrifizierung reduziert den CO2-Ausstoss um ca. 9.560 Tonnen pro Jahr.
Die Deutsche Bahn bemüht sich, die Auswirkungen des Baus von Bahnanlagen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Natur- und Landschaftsschutz werden bereits bei der Planung berücksichtigt, nicht zuletzt, weil der Gleiskörper und angrenzende Böschungsbereiche potentielle Lebensräume für Pflanzen und Tiere bieten.
Können Eingriffe auf diese Lebensräume nicht verhindert werden, werden die Auswirkungen vermindert und an anderer Stelle erfolgt ein Ausgleich in Natur und Landschaft. Ein Beispiel: das Umsetzen von Zauneidechsen oder die Schaffung von Ersatzlebensräumen für Fledermäuse entlang der Strecke. Zahlreiche Durchlässe entlang der Strecke bieten wichtigen Lebensraum für verschiedene Fledermausarten.

Mediathek
Kontakt

Team Stakeholdermanagement
DB InfraGO AG
Brandenburger Straße 1
04103 Leipzig
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