Lärm­schutz

Wer­den Stre­cken neu ge­baut oder we­sent­lich bau­lich ver­än­dert, schreibt das Bun­des-Im­mis­si­ons­schutz­ge­setz (BImSchG) von 1974 vor, dass An­woh­ner und Um­welt nicht durch den Lärm ge­schä­digt wer­den dür­fen. An­spruch be­steht grund­sätz­lich, wenn Stre­cken neu ge­baut wer­den. 

Wird ein Ein­griff an be­stehen­der In­fra­struk­tur er­for­der­lich, gilt das Ge­setz nur, wenn eine we­sent­li­che bau­li­che Än­de­rung vor­liegt. Ein „er­heb­li­cher bau­li­cher Ein­griff“ ist ge­ge­ben, wenn in die Sub­stanz des Schie­nen­wegs ein­ge­grif­fen wird, bei­spiels­wei­se durch eine deut­li­che Ver­schie­bung des Schie­nen­wegs. 

Eine Er­hö­hung der Zug­zah­len oder der Zug­ge­schwin­dig­kei­ten hin­ge­gen stel­len ohne er­heb­li­che bau­li­che Ein­grif­fe kei­ne Än­de­rung dar und sind da­mit auch kein Grund, Lärm­vor­sor­ge zu be­an­spru­chen.

Wel­che Be­din­gun­gen er­füllt sein müs­sen, hat der Ge­setz­ge­ber kon­kret im Rah­men der 16. Bun­des-Im­mis­si­ons­schutz­ver­ord­nung (16. BImSchV) fest­ge­legt.

Da­nach liegt eine we­sent­li­che bau­li­che Än­de­rung vor, wenn…

  • ein Schie­nen­weg um ein oder meh­re­re durch­ge­hen­de Glei­se er­wei­tert wird.
  • durch ei­nen er­heb­li­chen bau­li­chen Ein­griff der Be­ur­tei­lungs­pe­gel um min­des­tens 3 dB (A) oder auf min­des­tens 70 dB (A) am Tage oder min­des­tens 60 dB (A) in der Nacht er­höht wird.
  • durch eine we­sent­li­che bau­li­che Än­de­rung eine vor­han­de­ne Lärm­be­las­tung von 70 dB (A) und mehr am Tag oder 60 dB (A) und mehr in der Nacht durch den er­heb­li­chen Ein­griff zu­sätz­lich er­höht wird.